Am 11. Juli 2009 fand die erste MegaSpree - Demo in Berlin statt.
Zwischen 8.000 und 10.000 Teilnehmer zogen friedlich im Sternmarsch an's
Rote Rathaus und demonstrierten ihren Unmut zu den Plänen der massiven
Bebauung des Spreeraumes und der damit verbundenen Verdrängung
alternativer, natürlich gewachsener Kulturformen.
Eines dieser Projekte im Rahmen der Demonstration var das 180kg-Baby des
Künstlers Ernst Handl. Es sorgte für viel, zumeist irrationalen und
unreflektierten, Wirbel. So wurde der Demo-Slogan: "MegaSpree! Die Zeit
ist reif!" mit dem Kunstmotto von Ernst Handl: "Berlin treibt ab!" nicht
nur verwechselt, auch waren schnell Stimmen im www zu vernehmen, die der
gesamten Aktion einen falschen Hut aufsetzten. Ruck zuck war das Ändern
der Farbe des Babys ein rassistischer Akt und der Gedankenanstoß des
seit Jahren soziokulturell sehr engagierten Künstlers, als ein solcher
mal "gegen Abtreibungsgegner" oder auch "Abtreibungsgegner unterstützend"
interpretiert.
CarpeBerlin hat Ernst Handl getroffen und - hoffentlich - mit offenen
Fragen oder Vorurteilen im anliegenden Filmbeitrag aufgeräumt.
Für Fragen, Eindrücke und Anregungen sind wir natürlich immer dankbar!
Viel Spaß damit!