Video: Karl-Marx-Allee (Stalinallee)
Am 16. Juni 1953 kam es an zwei Berliner Großbaustellen, dem Block 40 in der Stalinallee und dem Krankenhausneubau in Berlin-Friedrichshain, zu den ersten Arbeitsniederlegungen, die in den Vortagen informell abgesprochen worden waren. Von beiden Baustellen aus formierte sich ein zunächst kleiner Protestzug, der sich auf dem Weg zum Haus der Gewerkschaften des FDGB und weiter zum Regierungssitz in der Leipziger Straße schnell – vor allem um weitere Bauarbeiter – vergrößerte. Am 17. Juni kam es schließlich zum sogenannten Volksaufstand in der DDR.
In der Wiederaufbauzeit entflammte ein Architekturwettstreit zwischen Ost und West. Während im Westen auf kühle moderne Ästhetik im Geiste des Bauhaus gesetzt wurde, und mit dem Hansaviertel (1957) oder später der Gropiusstadt (1962-69) ganze Neubau-Stadtteile errichtet wurden, wurden im Osten lieblos Platten aufeinandergestapelt.
Klingt alles eher nicht so schick. Aber dann ist da ja noch die Karl-Marx-Allee, erbaut 1951-53 als Stalinallee, die in ihrer sozialistisch-klassizistischen Pracht noch heute beeindruckend und einen Besuch wert ist – und, untypisch für die Bauprojekte jener Zeit, noch nicht baufällig und zum Problemkiez verkommen. Wir werfen einen Blick hinter die Kulissen dieser original sozialistischen Vorzeigestraße.




























