Prenzlauer Berg - Wie man sich bettet
Übernachtungsmöglichkeiten gibt es viele. Vorab die Erwägung, die wir für jeden Bezirk anstellen: wie ist der verkehrstechnische Anschluss? Denn keiner hat ja wohl vor, sich nur in einem Bezirk herumzutreiben und abends Ewigkeiten durch die Gegend gondeln zu müssen, bis er wieder in seinem Bettchen landet. Für die, die sich abends hier im Kiez oder in Mitte rumtreiben wollen gibt es natürlich keine Probleme.
Der Friedrichshain ist gut angeschlossen (die Straßenbahn fährt auch nachts halbstündig auf der Danziger Straße entlang. Das dauert dann allerdings bis zur Warschauer Straße. Nur bedingt empfehlenswert also). Für Kreuzberg-61-Fans gilt: lieber gleich dort oder in Mitte logieren. Die U2-U8/ U6-Kombination kann echt zur Odyssee werden. Vor allem weil die Schelme von den Berliner Verkehrsbetrieben gern mal nachts nen Pendelverkehr ansetzen. Heißt dann: Jede Station aussteigen und warten. Betrunken ist so was: unerquicklich.
Wir werden euch hier einige Hostels nennen, weisen aber auch darauf hin, dass es in Berlin private Zimmervermietung gibt, für gar-nicht-so-teuer. Diese Privatleute inserieren meist in den beiden größten Stadtmagazinen „Tip“ respektive „Zitty“.
Ansonsten wollten wir uns hier darauf verlegen, euch zu verraten, in welcher Gegend ihr euch bettet, wenn ihr denn da oder da nächtens absteigt.
Das Lette'm sleep in der Lettestrasse 7, auf der Sonneseite des Helmholtzplatzes, besticht natürlich allein durch seine famose Lage. Die besten Cafés sind in unmittelbarer Nähe. Ideal. Vielleicht bisschen laut, durch die aufgedrehte Szene und all die, die sich glücklich schätzen, jetzt hier zu sein und sich entsprechend exaltiert geben. Ab 13 € aufwärts muss man für eine Nacht im Schlafsaal berappen.

Die Preise nehmen sich nichts zum Alcatraz Backpacker Berlin-Hostel in der Schönhauser Allee 133a. Vor der Tür allerdings ist es nicht gerade heimelig. Ist halt die Schönhauser, die legendäre, laute. Man sollte versuchen, ein Zimmer nach hinten raus zu bekommen. Es sei denn man gehört zu der Fraktion, für welche die urbane Geräuschkulisse einfach dazugehört.
Schließlich noch das Hotel4Youth, ebenfalls in der Schönhauser (No. 103). Das „Jugendhotel“ verlangte zuletzt noch 22 € pro Nacht.
Wer die Lage eines angebotenen Privatzimmers einzuschätzen sucht, sei von unserer Seite geflüstert:
Unmittelbar am Kollwitzplatz ist man schon inmitten des saturierten Prenzelbergs. Samstags auf dem Markt spaziert das Neu-Bürgertum auf, Promis kaufen Romanesco und Insalata.
Den Helmholtzplatz hatten wir im schon kurz skizziert, als wir auf das dortige Hostel zu sprechen kamen.
Sucht euch möglichst nichts, was sich nördlich der S-Bahn-Linie zwischen Schönhauser Allee und Greifswalder Strasse befindet. Im Bötzowviertel habt ihr eure Ruhe und seid schnell am Alexanderplatz. Die Nachtclubs „Weekend“ und „Café Moskau“ in Mitte sind außerdem nah. Eher zu vermeiden ist dann wieder der Abschnitt östlich der Greifswalder Strasse zwischen dem S-Bahnhof und der Danziger Straße.
Wenn euch Taxifahrten und halbstündig fahrende Nachtbusse nichts ausmachen oder ihr abends eh auf dem Kiez bleiben wollt, dann könnt ihr euch getrost hier niederlassen, auch im nördlichen Teil des Bezirks. Ansonsten gibt es in puncto Übernachten eben die Alternative Mitte.
































