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Mittwoch, 17. September 2008 15:45 • 

Von: carperberlin

Rettung eines Erholungsgebiets

Trotz des erfolgreichen Bürgerentscheides gegen die geplante Bebauung des Spreeufers durch private Medienfirmen, ist die Zukunft des Landwehrkanals unklar.

10 Monate lang diskutierten die Bürgerinitiative «Aktionsbündnis Bäume am Landwehrkanal» und das zuständige Amt  mit Hilfe eines Vermittlers. Doch die Ergebnisse dieses Mediationsverfahren sind  aus Sicht der aktiven Berliner Bürger nicht zufriedenstellend.

Das  Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) hatte im Mai 2007 öffentlich gemacht, dass am Landwehrkanal 200 Bäume gefällt werden müssten, da die Uferbefestigungen marode sind und die Bäume eine Gefahr darstellten. Proteste aus der Bevölkerung konnten die damit drohende Zerstörung einer zentralen städtischen Erholungs- und Naturlandschaft  vorerst verhindern. Mit Hilfe eines großen Polizeiaufgebots wurden schließlich 38 Bäume gefällt und 162 Bäume konnten (zunächst) gerettet werden, dutzende davon nur, indem man sie mit Betonklötzen beschwerte.

Der Kanal soll dennoch grundlegend saniert werden. Und selbst nach dem, nun beendeten Vermittlungsprozess zwischen Bürgerinitiative und Amt, begrenzt sich das Interesse des Wasser- und Schifffahrtsamtes, nach eigener Aussage, auf die «Leichtigkeit und Sicherheit der Schifffahrt».
Das Interesse der Schifffahrt soll durch eine zweispurige Befahrung des Kanals mit größeren Schiffen realisiert werden. Die Bürgerinitiative hingegen möchte durchsetzen, dass der Kanal auch in Zukunft grün bleibt und beklagt, dass die 193 Ersatzpflanzungen durch das WSA sind nicht ausreichend sind.

Die Bürgerinitiative kämpft für eine nachhaltige Sanierung dieser innerstädtischen Wasserstraße, die von den grünen Bändern eines sich durch 5 Bezirke erstreckenden Grünzugs gesäumt wird und Potential für Artenschutz, Erholung, Begegnung,  Naturerleben, Wandern und sanfte Mobilität mit kleineren Schiffen zu Wasser und zu Lande bietet.

Es gibt viel Möglichkeiten die Aktivisten bei ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit im Sinne der Allgemeinheit zu unterstützen.

Zum Beispiel gibt eine an die Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer als auch Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee gerichtete Postkarten-Aktion.


Postkarte zur Rettung des LandwehrkanalsDie Karten werden auf der Admiralbrücke täglich von 18 bis 20 Uhr verteilt.

Spenden gerne an:
"Bäume am Landwehrkanal e.V."
Bank für Sozialwirtschaft
BLZ: 100 20 500
KontoNr.: 104 02 00

Mehr Info unter:  www.baeume-am-landwehrkanal.de

Keywords: Landwehrkanal, Rettung der Bäume am Landwehrkanal, Rettung des Landwehrkanals, Stadtplanung Berlin

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