Hendrik in Berlin
Hendrik ist 15, kommt aus Dortmund und macht in den Osterferien ein Praktikum in Berlin. Was er in der Hauptstadt erlebt und welche Aufgaben er zu meistern hat, berichtet er uns in seiner Kolumne "Hendrik in Berlin".
Von Hendrik Lemke
Der letzte Tag begann schon wieder super gut: ich wurde um Punkt 7 Uhr geweckt, diesmal aber nicht von der Bauarbeiter-Crew, sondern von einem Umzugswagen, der zu den Leuten von gegenüber gehörte. Diese haben mit viel Krach eine Wohnung leer geräumt und gaben erst nach mehreren Stunden Ruhe. Nach einem guten Frühstück arbeitete ich noch weiter an meinen Texten und packte anschließend meinen Koffer, der anscheinend noch voller geworden war als auf der Hinfahrt. Ich habe aber doch noch alles unter bekommen, konnte ihn aber leider nicht mehr wirklich gut anheben. Als Jule und ich dann mit der Ringbahn bis Ostkreuz und von dort weiter bis zum Hauptbahnhof gefahren sind, konnte ich mich gar nicht richtig trennen von dieser tollen Stadt. Wie sagte der Berliner Bürgermeister Klaus Wowereit einmal Berlin ist „Arm aber Sexy!“ und da stimme ich ihm voll und ganz zu. Der Bahnsteig war super überfüllt, hunderte von Touris warteten auf ihre Züge und man hatte das Gefühl als ob es von Sekunde zu Sekunde voller würde. Ich sollte in Minden umsteigen, da der Zug leider nicht bis Dortmund fuhr, sondern bis nach Holland und dem entsprechend war der Zug voll mit unzähligen Holländern, die den ganzen Wagen (und ich glaube nicht nur den) mit ihren lauten Gesprächen unterhielten. Später stellte ich fest, dass es sich um eine 31-köpfige Touristengruppe handelte, die wieder zurück nach Holland fuhr. Was, neben dem vielen lauten Gesprächen, störte, war dass andauernd irgendjemand aus dieser Gruppe über den Gang gelaufen kam, andauernd! Und es waren meistens dieselben. Diese paar Leute haben bestimmt, als sie an ihrem Zielort angelangt sind, fast genauso viele Kilometer gemacht, wie der Zug selber. Ich frage mich nur, warum die Geld für eine Zugfahrkarte bezahlt haben, wenn sie zu Fuß fast genauso schnell sind. Am besten fand ich aber immer noch, als einer der Holländer zu mir kam, mich komisch angrinste und danach die Steckdose des Platzes mir gegenüber benutzte, um sein Handy oder PDA oder was auch immer dieses komische Ding war, aufzuladen. Danach hat er sich wieder auf seinen Platz am anderen Ende des Zuges verkrümelt und ich habe ihn seit diesem Zeitpunkt für die nächsten 2 Stunden nicht gesehen. Höchstwahrscheinlich liegt dieses komische Ding dort jetzt noch und lädt vor sich hin, aber das ist mir reichlich egal!
Habe ich schon erwähnt, dass Minden Hbf ein komischer Bahnhof ist, dass könnte zum einen an Minden selbst liegen, aber irgendwie hat man in Minden die Bahnsteige so gebaut, dass wenn man zum Beispiel (wie ich) zum Gleis 1 möchte, man dieses erst 5 Minuten lang suchen muss, bis man feststellt dass das Gleis 1 total abgelegen und versteckt von allen anderen Gleisen liegt. Aber das gehört eigentlich nicht hierher, genauso wie meine Weiterfahrt im Regional Express, in dem noch einmal 2 Stunden lang zwei kleinere Kinder um die Wette schrien...
Ich bin auf jeden Fall sehr dankbar, dass ich dieses wunderbare Praktikum bei carpeberlin machen durfte und habe dort sehr viele Erfahrungen gesammelt und auch sehr viel gelernt. Zum Beispiel habe ich erfahren wie man das Content Management System (CMS) DRUPAL bedient, um Beiträge zu posten, also online zu stellen, oder Bilder in eine Fotogalerie auf carpeberlin.com einzufügen. Ausserdem durfte ich als Kameramann bei Interviews dabei sein und vor allem meine tägliche Kolumne veröffentlichen.
An dieser Stelle möchte ich mich bei allen Personen bedanken, die mir dies alles ermöglicht haben, denn es hat sehr viel Spass gemacht, obwohl es manchmal doch sehr stressig zuging. Ich habe sehr viel erlebt. Vielen Dank auch an die Leute, die immer mal wieder meine Texte gelesen und hoffentlich ein wenig Gefallen daran gefunden haben: DANKE!
































