Friedrichshain - Wie man sich bettet
Im Friedrichshain abzusteigen, wenn einem der Kiez sowieso schon gut gefällt: na sicher. Und wie ist es verkehrstechnisch? Also etwa, wenn man auch mal abends in den Prenzlauer Berg will? Kommt drauf an.
Logiert man am Ostkreuz, hat man die S-Bahn vor der Nase, welche die ganze Nacht und schlimmstenfalls halbstündig fährt. Sechs Stationen, 15 Minuten – schon ist man an der Schönhauser Allee. Logiert ihr mehr an der Warschauer Straße, müsstet ihr entweder umsteigen (nachts ja immer unerquicklich) oder die Straßenbahn M10 nehmen, die direkt zur Eberswalder Straße im Prenzelberg fährt. Aber: eeeewig lang unterwegs ist. Nicht so unbedingt empfehlenswert.
Der Kreuzberg Wrangelkiez ist im Grunde nah, man kann dazu über die zugige Warschauer Brücke laufen oder mit der Straßenbahn vorfahren und in die U-Bahn umsteigen. Das geht relativ fix.
Wie bei den anderen Bezirken dieser Rubrik auch, werden wir euch hier einige Hostels nennen, weisen aber auch darauf hin, dass es in Berlin private Zimmervermietung gibt, für gar-nicht-so-teuer. Diese Privatleute inserieren meist in den beiden größten Stadtmagazinen „Tip“ respektive „Zitty“.
Ansonsten wollten wir uns hier darauf verlegen, euch zu verraten, in welcher Gegend ihr euch bettet, wenn ihr denn da oder dort absteigt.
Am Ostkreuz ist es mittlerweile sehr schön. Hier ist Sonne, hier ist es licht, hier ist gut frühstücken. Im spitzigen Eckhaus der Neuen Bahnhofstraße 1 findet ihr das „1st Floor Hostel“. Die S-Bahn habt ihr direkt vor der Tür, die Nachtclubs „Octopussy“, „Lovelite“ und „Rosi’s“ sind nur einige Fußminuten entfernt. Ein Manko könnte die Nähe zur S-Bahn zumindest für die nach hinten raus gehenden Zimmer sein. Übernachtungen kosten ab 15 Euro.

Das „A&O Hostel“ in der Boxhagener Straße 73 bekommt schon den Zugwind aus Lichtenberg zu spüren; und zwar durch die S-Bahn-Unterführung, durch welche die LKW’s poltern. Dennoch ist dieser letzte Zipfel Friedrichshain eine sympathische und friedliche Ecke. Die Cafés in unmittelbarer Nähe sind fast angenehmer als direkt am Boxhagener Platz, dem vermeintlichen Zentrum des Kiezes. Übernachtungspreis: ab 13 €. Die vorgenannten Clubs sind nur unwesentlich weiter entfernt.
Wer direkt auf dem Wasser übernachten mag: das „Eastern Comfort Hostelboat“ auf der Spree bietet euch das an. Adresse: Mühlenstrasse 73 – 77. Von hier aus ist es nach Kreuzberg 36 fast schon näher als auf den Friedrichshainer Kiez. Kosten: zuletzt um die 18 €.
Eine Alternative könnte noch „Frederik´s Hostel“ sein (Strasse der Pariser Kommune 35). Hier seid ihr allerdings weit ab vom Kiez und ziemlich nah an der Karl-Marx-Allee. Das ist dann ein etwas anderes Flair. Ins Bötzowviertel (Prenzlauer Berg) ist es von hier aus näher als zum Boxhagener Platz.
Wir sagen euch, grade wenn ihr ein Privatzimmer sucht: um die Karl-Marx-Alle herum ist bis zum Frankfurter Tor nicht so ein tolles Piazza-Leben vorzufinden. Sucht lieber was auf dem Hauptkiez um den „Boxi“. Der Samariter-Kiez mag zum Ausgehen wunderbar sein, Residieren ist aber besser auf der anderen Seite der Frankfurter Allee. Das ist so ein Gefühl. Können wir gar nicht so begründen. Wollen wir auch gar nicht. Sondern es nur weitergeben.
Weitere Infos unter:
www.1stfloorhostelberlin.de
www.aohostels.com
www.eastern-comfort.com
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