Flohmärkte in Berlin: Fehrbelliner Platz (Charlottenburg – Wilmersdorf)
Kleiner, aber feiner Flohmarkt im Herzen des alten Westberlin. Er ist weniger gediegen als der Trödel auf dem 17. Juni, aber auch nicht so rumpelig wie der Flohmarkt auf dem John. F.- Kennedy-Platz. Hier ist es einfach: gutbürgerlich und geordnet, ohne weitere Allüren. Aber das ist auch mal nicht schlecht, wenn man nach gut gepflegten Küchengeräten sucht.
Zum Beispiel. Schrott findet sich hier kaum – umgekehrt ist es auch kein Trödel zum wühlen und Schätzen-aus-den-Kartons-fischen. Es gibt nicht zu viele professionelle Händler, dafür Verkäufer aller Lebensalter: Wilmersdorfer Witwen (reloaded) wie gutbürgerliche Skater-Kids aus demselben Bezirk. Alte Suhrkamp-Taschenbücher werden hier ebenso losgeschlagen wie die Schallplattensammlung mit Schlagermusik – als wäre es aus dem Bestand Wilmersdorfer Witwen. Die ganz exotischen Sachen findet man hier eher nicht: dem Markt eignet wenig von einem Basar. Kein Ort für fahrendes Volk – aber irgendwie wirkt die unerwartete Gesetztheit für den Szene-Hopper erholsam und tröstlich.
Samstag und Sonntag, 10-16 Uhr
U-Bahn Fehrbelliner Platz
Text: Albert Pank
Keywords: Flohmarkt, Charlottenburg, Einkaufen






























