Engel zeigen Blinden und Sehbehinderten Berlin (Audioführungen entwickelt)
Anlässlich der „Woche des Sehens“ vom 7. bis 15. Oktober 2007 stellt „Carpe Berlin“ und sein Projektpartner, die Stiftung Gute-Tat.de das neue Projekt „Audioführung für blinde und sehbehinderte Menschen in Berlin“ vor.
Das Projekt „Audioführungen“ startete im Juli 2007 und wurde von „Carpe Berlin“ entwickelt. Die Führungen zeichnen ein atmosphärisches Bild von Berlin und leisten einen kleinen Beitrag für eine barrierefreie Umwelt. Die akustischen Ausflüge fokussieren auf einen hohen inhaltliche und touristischen Nutzwert für die avisierte Zielgruppe. Die Reiseführer im mp3-Format sind auf der Website www.carpeberlin.com kostenfrei abrufbar und können auf allen handelsüblichen Audioplayern abgespielt werden.
Aktuell sind, neben konventionellen Podcasts, fünf Führungen verfügbar. Weitere interessante Orte werden zukünftig akustisch erschlossen. Sie sind blind und interessiert einen solchen begleiteten Tour zu erleben? Schreiben Sie, unter Angabe Ihres Wunschtermins und -Spaziergangs einfach eine Mail an: audioguide@carpeberlin.com. Bitte beachten Sie, dass uns aktuell nur eine begrenzte Anzahl an „Begleitpersonen“ zur Seite stehen und wir nicht zwingend alle Wünsche 100% erfüllen können.
Die Anzahl sehbehinderter Menschen in Deutschland wird auf über drei Millionen geschätzt. Selbst, wenn Sie nicht dieser Gruppe zugehören, so eröffnet sich durch die Audioführungen auch für Ihren nächsten Besuch eine neue Begegnung mit Berlin.
Die Stiftung Gute-Tat.de unterstützt das Projekt im Rahmen ihrer Initiative „Heute ein Engel“. Darüber sucht sie Ehrenamtliche, so genannte Engel, welche die Blinden und Sehbehinderten bei den Audioführungen durch die Stadt begleiten. Dabei müssen die Engel keine detaillierten Orts- und Sachkenntnisse besitzen, denn dieses Know-How entnehmen die Gäste den Audioguides von „Carpe Berlin“.
Wenn Sie Lust haben auch ein „Begleit-Engel“ zu sein, dann schreiben Sie uns an info@Gute-Tat.de. Stiftung Gute Tat übt eine Mittlerrolle aus zwischen sozialen Organisationen und Menschen oder Unternehmen, die sich unkompliziert und ohne langfristige Verpflichtung ehrenamtlich engagieren möchten, mit Zeit-, Geld- oder Sachspenden.
Zum Begründer von „Carpe Berlin“, Erich Thurner: Der mehrsprachige Jurist und Dolmetscher Erich Thurner kam vor vier Jahren als Blinder von Saarbrücken nach Berlin, ins quirlige Friedrichshain an die Spree, wo Carpe Berlin produziert wird. Erich hilft anderen Menschen, Deutschen, Ausländern, Blinden – auch Berlinern, sich Berlin (neu) zu erschließen. Vielleicht auch bloß Neues zu entdecken. So wie ein Blinder selbst Berlin entdeckt hat, von Anfang an.
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