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Kultur Kultur
Montag, 06. Oktober 2008 01:32 • 

 

Die CARPE Filmkritik: Krabat

Die Carpe-Nachtkritik Kino

Krabat (Regie: Marco Kreuzpaintner mit David Kross, Daniel Brühl, Robert Stadlober, Paula Kalenberg, Anna Thalbach)

Wen einfühlsame Sozialgeschichten, trashige Komödien und biedere Kriminalserien kalt lassen, wird hier sein deutsches Aha-Erlebnis haben. Deutlich sichtbar für den internationalen Markt konzipiert, braucht sich dieser heimisch produzierte Film weder für seine technischen Standards noch für seine sorgsam inszenierte Story zu schämen. Und wenn sich mittelalterliche Raubritter und Knechte mit Matrix’scher Kameraführung in rumänischen Dorfkulissen verkloppen, darf auch mal geschmunzelt werden. Marco Kreuzpaintner gelang mit seiner Literaturverfilmung ein düster-mythisches Kino von Weltformat. Berührt hat es mich nicht.

Krabat (Trailer)

Regie: Marco Kreuzpaintner; Kamera: Daniel Gottschalk

mit David Kross, Daniel Brühl, Robert Stadlober, Paula Kalenberg, Anna Thalbach

Fantasy - Deutschland 2008

FSK: Freigegeben ab 12 Jahren - 120 Min. - Verleih: Fox

Start: 09.10.2008

Website zum Film: www.krabat-derfilm.de

 

Keywords: krabat,Marco Kreuzpaintner,film,preussler,David Kross,Daniel Brühl,Robert Stadlober,Paula Kalenberg,Anna Thalbach,Kino

Kommentare

Martin, 26-10-08 18:04:
"Durch den Einsatz von schwarzer Magie Macht über die Menschen zu haben": Das ist im Buch "Krabat" der Grund, warum Meister und Schüler sich in den tödlichen Kreislauf der Mühle begeben, in dem als Preis für diese Macht Jahr für Jahr ein Mensch dem "Herrn Gevatter" (dem Teufel) geopfert wird. Die im Buch einen großen Raum einnehmende Darstellung dieser Machtausübung an anderen Menschen durch Meister und Schüler wird in dem Film völlig weggelassen, was ihm einen der Grundpfeiler der von Otfried Preußler erzählten Geschichte nimmt. Um ein wenig Stöcke schweben zu lassen oder als Rabe umherzufliegen, wie es der Film darstellt, wird wohl keiner den hohen Preis der Todesgefahr zahlen.

Von den Kulissen und der Stimmung her kommt der Film schon eher an das Buch heran. Empfehlung: Wem der Stoff des Films gefallen hat, wer ein wenig romantisch ist, an die Liebe und das Gute im Menschen glaubt, sollte in jedem Fall auch das Buch lesen.
Susi, 17-10-08 23:30:
Susi, 17-10-08 23:29:
So schlimm ist der doch auch nicht. Ist halt 'ne Literaturverfilmung und da sind die Erwartungen meines Erachtens ziemlich hoch. An das Buch kann der Film auf keinen Fall tippen - ich fand die zwei Stunden trotzdem unterhaltsam! Der Cast ist echt gut. Ich habe hier auch noch ein Interview, zumindest Teile davon, gefunden: <a href="http://www.parkavenue.de/persoenlichkeiten/stories/15557.html">Zauberlehrlinge</a>
Norbert, 15-10-08 12:20:
Eine seltsame Kritik: Erst alles prima finden, und dann: "Berührt hats mich nicht".
Ja, wenns nicht berührt (was auch ich bestätigen kann), was soll dann das millionenteure Filmchen und warum dann 2 Stunden aufm Kinosessel hocken?

Facit für mich: Nicht jeder Regisseur mit Bairischem Namen ist deswegen schon ein guter Regisseur.

Ps.: Die Jungschauspieler: grosse Klasse!

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