Die CARPE Filmkritik: Krabat
Krabat (Regie: Marco Kreuzpaintner mit David Kross, Daniel Brühl, Robert Stadlober, Paula Kalenberg, Anna Thalbach)
Wen einfühlsame Sozialgeschichten, trashige Komödien und biedere Kriminalserien kalt lassen, wird hier sein deutsches Aha-Erlebnis haben. Deutlich sichtbar für den internationalen Markt konzipiert, braucht sich dieser heimisch produzierte Film weder für seine technischen Standards noch für seine sorgsam inszenierte Story zu schämen. Und wenn sich mittelalterliche Raubritter und Knechte mit Matrix’scher Kameraführung in rumänischen Dorfkulissen verkloppen, darf auch mal geschmunzelt werden. Marco Kreuzpaintner gelang mit seiner Literaturverfilmung ein düster-mythisches Kino von Weltformat. Berührt hat es mich nicht.
Krabat (Trailer)
Regie: Marco Kreuzpaintner; Kamera: Daniel Gottschalk
mit David Kross, Daniel Brühl, Robert Stadlober, Paula Kalenberg, Anna Thalbach
Fantasy - Deutschland 2008
FSK: Freigegeben ab 12 Jahren - 120 Min. - Verleih: Fox
Start: 09.10.2008
Website zum Film: www.krabat-derfilm.de
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Von den Kulissen und der Stimmung her kommt der Film schon eher an das Buch heran. Empfehlung: Wem der Stoff des Films gefallen hat, wer ein wenig romantisch ist, an die Liebe und das Gute im Menschen glaubt, sollte in jedem Fall auch das Buch lesen.
Ja, wenns nicht berührt (was auch ich bestätigen kann), was soll dann das millionenteure Filmchen und warum dann 2 Stunden aufm Kinosessel hocken?
Facit für mich: Nicht jeder Regisseur mit Bairischem Namen ist deswegen schon ein guter Regisseur.
Ps.: Die Jungschauspieler: grosse Klasse!