Die CARPE Filmkritik: Lornas Schweigen
Lornas Schweigen (Regie: Jean-Pierre und Luc Dardenne mit Arta Dobroshi, Fabrizio Rongione, Jérémie Ranier, Alban Ukaj u.a.)
Zweifellos einer der besten Filme, die es demnächst im Kino zu bestaunen gilt. Fabelhaft inszenierte Geschichte über den schweren Stand von Moral in einer ergebnisorientierten Welt ohne Skrupel und Tabus. Von Anfang an glaubwürdig und erschreckend eindringlich gespielt gelingt es Arta Dobroshi, Lornas allmählich erwachendes Gewissen in einem risikoreichen Spiel um Selbstbestimmung und Unterordnung in einem menschenverachtenden Apparat zu illustrieren. So reicht die Wirkung der Fabel weit über das kleinkriminelle Milieu, in das sie angesiedelt ist, hinaus. Wenn die in Belgien lebende Albanerin Lorna ihr persönliches Glück, ja ihr Leben aufs Spiel setzt, um einem Menschen das Leben zu retten, den sie anfänglich wohl kalkulierend verachtet, wird jeder politische Mitläufer als Überzeugungstäter entlarvt.
Lornas Schweigen (Le silence de Lorna; Trailer)
Regie: Jean-Pierre und Luc Dardenne; Kamera: Alain Marcoen
mit Arta Dobroshi, Fabrizio Rongione, Jérémie Ranier, Alban Ukaj
Drama - Belgien/Frankreich/Italien 2008
105 Min. - Verleih: Piffl
Start: 09.10.2008
































