Christopher Street Day
In diesem Jahr bekam niemand, trotz des regnerischen Wettters, schlechte Laune auf dem Christopher Street Day in Berlin.
Aber wie fing alles an? Um den 27. Juni 1969 wurde die Situation für Schwule und Lesben in der Christopher Street in New York härter und grausamer. Als Kriminelle abgestempelt und ohne soziale Anerkennung lebten die Homosexuellen. In der Bar Stonewall In, wo sich die „Szene“ traf, kam es ständig zu illegalen Durchsuchungen. Gewalt war an der Tagesordnung. Und an diesem Abend wucherte die Brutalität aus. Das brachte das Fass zum überlaufen. Die Gäste der Bar wehrten sich. Sie siegten kurzzeitig, bis die Polizei mit Verstärkung nachrückte. Dies war jedoch der Moment, in dem Schwule und Lesben gegen die Unterdrückung aufstanden. Sie setzten sich zur Wehr und forderten ein Ende der Diskriminierung. Ein Stück Anerkennung haben wir nun schon erreicht. Aber es ist noch lange nicht genug. Offen schwul oder lesbisch zu leben, heißt heute noch, in manchen Lebenslagen, mit Anfeindungen zu leben. Haltet darum die Regenbogenfahnen hoch und stürzt Euch in die Massen um die Umzugswagen herum!
Demonstriert wurde in diesem Jahr unter dem Motto: „Hass Du was dagegen?“ Die Aufmerksamkeit sollte darauf gerichtet werden, dass „schwul“ unter Jugendlichen ein sehr beliebtes Schimpfwort ist. Die offizielle Begründung zum Motto lautet: „wer ‚schwul’ als abwertende Vokabel lernt, wird sich ermutigt fühlen, Homosexuelle auch mit Gewalt zu erniedrigen. Hass macht sich auf der Straße breit und gewinnt immer mehr Anhänger.“ Wie gewohnt fand die Abschlusskundgebung unter der Goldelse statt.






























